SMS am 2. und 3. Februar – das sind zwei ganz besondere Schultage. Ein Blick aufs Programm lässt erahnen, dass selbst im vermeintlich Normalen viel Erfreuliches, Nicht-Selbstverständliches und Erstaunliches steckt.
Normal ist sicher, dass viele Mittelschüler/-innen gerne Sport treiben; dementsprechend wird in 12 von 42 stattfindenden Kursen eine Sportart vermittelt und ausgeübt. Nebst Fussball, Handball, Basketball, Eishockey, Eis(kunst-)laufen, Tischtennis und anderen mehr sind auch Kampfsportarten wie Karate, Capoeira und Eskrima im Angebot. Gemeinsam ist diesen Sport- wie auch vielen anderen SMS-Kursen, dass Schüler/-innen der KBW als Kursleiter Initiative zeigen, Verantwortung für andere übernehmen und ihr Hobby oder ihren Sport mit so viel Hingabe und Engagement ausüben, dass sie auch bereit sind, anderen etwas weiterzugeben. Das ist durchaus speziell.
Andere Kurse fallen bereits durch den Titel als originell oder aussergewöhnlich auf. Für den Kurs «Japanisch für Anfänger» haben sich nicht weniger als acht Schüler/-innen eingeschrieben. Der Kursleiter wird nicht etwa eingeflogen, sondern ist Schüler einer Maturaklasse. Zwei Informatikmittelschüler bieten den Kurs «Eine eigene Webseite erstellen» an. Und für «Yoga und Entspannung» haben die beiden leitenden Schülerinnen das Lokal gleich selbst aufgetrieben. Auf die Initiative von Schülerinnen und Schülern gehen ferner folgende Kurse zurück: Kammermusik, Eigene Fashion leicht gemacht, Fotografie, Vorbereitung auf die theoretische Fahrprüfung, Graffiti und Cartoon, Percussion und Schlagzeug, Manga zeichnen, Schach für Anfänger sowie Tanz-, Koch- und Backkurse.
Eine hochwillkommene Bereicherung sind allerdings auch jene Veranstaltungen, die nicht aus der Schülerschaft stammen, zum Beispiel Improtheater, Backen auf Stein im Pizzaofen und Arbeitsplatz Spital. Der letztgenannte war übrigens in der Rekordzeit von 57 Sekunden nach Start der Anmeldung voll ausgebucht. Die grosse Vielfalt ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Leiter/-innen von sechs Kursen bereit sind, diesen durchzuführen, obwohl sich weniger Teilnehmende als vorgesehen eingeschrieben haben. Dieser erfreulichen Flexibilität, aber überhaupt dem Engagement sämtlicher Kursleiter/-innen gilt ein ganz spezieller Dank!
Peter Looser, Chemielehrer, und Rahel Solenthaler, Englischlehrerin
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